Alles ist vergänglich – und er trat auf den Pappteller

Alles ist vergänglich, rief er ihr noch zu, bevor er sich wieder seiner Geliebten zuwandte.Sie beschloss daraufhin, ruhig bis fünf zu zählen.

Währenddessen schlenderte ein älterer Herr mit Stock fröhlich pfeifend am Rathaus vorbei. Er hatte seine Brille zuhause vergessen und fand die neue Sichtweise auf die Welt erstaunlich belustigend.

Dass er dabei auf den Pappteller trat, bemerkte er nicht weiter.

+++UPDATE+++

Gestern auf Absenden gedrückt.

Alles neu macht eine andere Sprache. 

Die englische Version von „Crazy for Life: In Love with Life“ ist überarbeitet, lektoriert und jetzt im Druck. 

Heute würde ich selbstverständlich einen anderen Titel wählen. Interessant die Veränderung der eigenen Perspektive. Wachstum nicht ausgeschlossen, aber nie zwingend. 

Dazu der Gedanke: Wozu das alles? Wir bleiben doch ein Pups im Universum.

Weshalb erzählen sich Menschen gerne Geschichten? Unbedeutend zu sterben und wie eine Sternschnuppe aufhören zu leuchten, kommt uns nur schwer in den Sinn. Religionen spielen mit der „Was kommt danach“ Angst. 

Widerstand. Vom Leben kann mehr abverlangt werden! Schließlich ist es schwer genug; es MUSS einfach mehr dahinter stecken!!

Wirklich? 

Love

Coco

https://linktr.ee/CRAZYFORLIFE

☆ DIGITAL DRAWING

Die Entdeckung der digitalen Malerei als Medium für mich liegt noch nicht lange zurück. Zuerst genutzt, um mein erstes Buch zu illustrieren. Ich hatte meine Zeichnungen mit Hand vorgemalt und sie dann in die digitale Welt übertragen, um sie in das Manuskript einzupflegen.

Aus einer Notwendigkeit heraus, bin ich dann zu meinem digitalen Sketchbook zurück gekehrt, als ich auf Reisen war und nichts weiter als einen kleinen Rucksack für ein paar Wochen bei mir hatte.

Ich befand mich im peruanischen Amazonas Gebiet und bin auf Farben, Formen und Klänge gestoßen, die ich in dieser Form noch nie zuvor wahrgenommen habe. Ein Feuerwerk der Sinne.

Entstanden sind Photographien, wie die hier beigefügte. Während einer meiner Spaziergänge traf ich ein paar Kinder, die mir ihren Tropenvogel zeigten und mir fröhlich in die Kamera lächelten. 

Am gleichen Tag packte mich die Laune, den digitalen Stift darüber seine Signatur setzen zu lassen, mit Pink, Gelb und Orange zu spielen…

Das Ergebnis anbei.

More: www.corinna-rosa.com

☆ ZERO RISK, SIMPLY NOT FORESEEN BY LIFE

Es spricht alles dafür, dass wir uns von der Vorstellung, ein risikofreies Dasein vom Himmel geschenkt zu bekommen, rasch verabschieden sollten, denn ein Konzept von Nullrisiko gibt es schlichtweg nicht nicht. 

Nichts im Leben ist sicher; weder eine Freundschaft, noch der Job und erst recht nicht die Liebe. Einzig die eigene Glückseligkeit kann vielleicht eine gewisse Stabilität für uns aufweisen; selbst, wenn es auch dort Täler und Spitzen des Glücksgefühls gibt. Glückliche Menschen bleiben ihr Leben lang grundsätzlich selbst dann glücklich, wenn ihnen Schlimmes widerfährt, während bei traurigen Menschen die Traurigkeit leicht zum festen Bestandteil ihrer Persönlichkeit werden kann. So jedenfalls meine eigene Lebensbeobachtung. 

Interessanterweise, so eine andere Feststellung von mir, tendieren Menschen dazu Risiken unterschiedlich zu bewerten. Je größer und schwerer eine Gefahr (Krebs, Krieg, Virus – you name it), desto emotionaler oft auch das Thema und desto weniger übt eine Reduktion des Risikos eine beruhigende Wirkung auf uns aus. Es scheint als stecken wir in einem langen Schmallspurkanal des Denkens fest, weil das subjektive Element (unsere Angst) überwiegt und klares Denken unmöglich zu machen scheint. Einen Tod durch Radioaktivität fürchten viele von uns etwa in genau dem gleichem Maß, wenn das Risiko nicht bei hohen 99%, sondern bei simplen 1% liegen mag. Diese Einstellung ist absolut irrational. Ein Massenpsychoseproblem, das dazu führt, dass wir oft bereit sind, unglaublich hohe Aufwendungen in Kauf zu nehmen, um das Restrisiko noch weiter drücken zu können. Und das, obwohl das Geld, objektiv und nüchtern betrachtet, besser in andere Projekte mit einem höheren Risikograd investiert worden wäre.

Love – trotz allem

Coco 

☆ DIFFERENT

We are all different but still the same. Different in our cultural behaviors and preferences but same in regard of what defines us as humans. I love India despite its particular challenges. I love watching the holy cows passing by in the busy streets of Varanasi or laying relaxed at the beaches in Kerala. They move stoically, sit down in the middle of the road or just chew repetitively. In the Western world, most of the cows are looked-in in mass-cages. Once, I experienced the crying pain of a female cow from whom the baby cow was taken away. The mother cow literally went crazy. She freaked out. Humans belong to the species of animal. Even if we do everything to distinguish us from them so that we can view ourselves being superior. But at the end, there is no demarcation line. We are different but still the same.

☆ LOSLASSEN

Es ist eine Kunst, zu spüren (und damit auch zu wissen), wann genau wir von der Dynamik des Lebens loslassen dürfen. Unser Dasein auf Erden folgt eben auch seinen eigenen Regeln.

Mit dem Loslassen von dunklen Gedanken, wilden Wünschen und dem inneren Drang, jetzt sofort alles umsetzen zu müssen, geht eine befreiende Wirkung einher. Es liegt ab jetzt am Universum – andere würden diesen Prozess vielleicht als „in Gottes Hände legen“ bezeichnen. 

Aktuell überarbeite ich die englische Version meines ersten Buches „Crazy for Life: In Love with Life“. Englisch ist nicht meine Muttersprache und die kleinen (verflixten) Nuancen stellen das Sahnehäubchen auf dem Erdbeerkuchen dar.

Mit Valerie aus Boston/ USA habe ich eine super Lektorin gewonnen, die so penibel gründlich ist, wie ich es mir erhoffte. Wir gehen durch all die „Kleinigkeiten“, die vielleicht die eine, möglicherweise aber auch die andere Bedeutung für den Leser haben könnten. Diese Arbeit kommt dem Schleifen mit feinem Raupapier auf Holz gleich.

Dennoch muss auch hier einmal der Punkt erreicht werden: „That’s it!“.

Loslassen, das Beste gegeben haben und sich nicht ärgern, wenn doch noch ein „Fehler“ im finalen Druck auftaucht.

C‘est la vie und passiert selbst bei @diogenesverlag !

Und an anderer Stelle bereits zum Ausdruck gebracht: Perfektion langweilt.

Love

Coco 

☆ BAYERN

Erstaunt über die frische Begeisterung von der eigenen Heimat, die wahrscheinlich nur über die Distanz eine Wiederbelebung hat finden können.

Vielleicht ist es so wie mit überzeugenden Partnerschaften, deren gesundes Gerüst oft die richtige Balance zwischen Nähe und Abstand ist. Dabei heißt „richtig“ nicht zwingend für alle Beteiligten auch passend.

Love,
Coco


http://foodforthoughts.doktorfalkenberg.de

☆ ÜBER DIE UNNÖTIGKEIT DES SCHMERZES

Der wesentliche Teil des menschlichen Schmerzes ist meines Erachtens nach unnötig. Er wird dadurch verursacht, dass wir unser Leben von unserem unbeobachteten Verstand bestimmen lassen und uns mit ihm identifizieren. 

Bei genauer Betrachtung ist der Schmerz, den wir uns erschaffen, letztlich nichts anders als eine Nichtakzeptanz dessen was ist. Ein unbewusster Widerstand gegen Umstände, an denen ich nichts ändern kann. Eine Kenntnis dieser Umstände setzt dabei die Kunst voraus, zu unterscheiden, an welchen Faktoren ich eine Veränderung herbeiführen kann und wann es mir nicht gelingen mag. 

Das Groß der Menschen liebt es etwa, sich wie Fische im Fischschwarm zu verhalten und nicht aufzufallen. Sie passen sich an und viele von ihnen werden farblos. Das kann ich aber genausowenig ändern, wie die Machtstrukturen und deren Lenker, die von ihnen profitieren. Dass das Leben in Wellen verläuft und es für einen jeden von uns immer wieder Hochs und Tiefs gibt, ist ebenfalls ein Umstand, den zu ändern ich nicht in der Lage bin. 

Als Schmerz meine ich den emotionalen Schmerz, der zugleich auch die Hauptursache des körperlichen Schmerzes ist. Er reicht von Gereiztheit hin zu Neid, der Opferrolle, Wut und Hass, aber hat auch viele anderen Erscheinungsformen. Dieser Schmerz ist letzten Endes nichts anderes als ein Narrativ.  Eine Geschichte, die ich mir selbst erzähle und die das Potential hat, mich regelmäßig zu re-traumatisieren. Eine Frage, die hilft, das Störgefühl zu beseitigen, lautet: Ist die Story, die du dir erzählst, auch deine persönliche Wahrheit?

Der Schmerz ist vermeidbar, wenn wir uns nicht mit unserem Denken identifizieren, sondern unser Denken vielmehr zu hinterfragen beginnen. Einzig im Zustand des Bewusstseins und des beobachteten Denkens haben wir die Chance, den Mechanismus zu erkennen und zu durchbrechen. Das erfordert Achtsamkeit und Verständnis. 

Beides tragen wir ausreichend in uns. 

Wir müssen beide Fähigkeiten in uns nur wieder aktivieren.

Love

Coco

☆ STORY BIAS

Unser Leben ist ein Wirrwarr, schlimmer als ein Wollknäuel. 

Viele Ereignisse, Erfahrungen und Erlebnisse machen in dem Moment des Erlebens keinerlei Sinn. Dennoch suchen wir angestrengt nach der Sinnhaftigkeit und versuchen Zusammenhanglosigkeit zu vermeiden.

Warum? Ich glaube, weil wir so wahnsinnig gerne Geschichten hören. Nicht Tatsachen, sondern am besten Geschichten, die emotional miteinander verknüpft sind. Zu Geschichten fühlen wir uns hingezogen. Deswegen verkaufen sich Romane und Kinofilme. 

Das Chaos des Lebens versuchen wir zu ordnen, die Einzelheiten des Alltags zu einer Geschichte zu zwirnen. Schließlich wollen wir, dass unser Leben einen linearen Strang ergibt, an dem wir uns entlang angeln können, wenn wir es brauchen. Manchmal wird das als der „Sinn des Lebens“ beschrieben. Schaffen wir Konsistenz, sprechen wir gerne von „Identität“ und fühlen uns sicher. 

Dieser Vorgang passiert nicht nur auf individueller Ebene, sondern auch auf dem Niveau der Weltgeschichte: wir suchen solange nach einer widerspruchslosen Story, bis wir sie gefunden haben. Erst dann „verstehen“ wir, warum das Handeln eines Idioten wie Hitler endlich zum Ende gelangen konnte oder die Bindung des USD an Goldreserven aufgegeben wurde. 

Dass, was wir heute „verstehen“ nennen, hat damals aber niemand verstanden. Wir konstruieren gerne nachträglich die Sinnhaftigkeit in eine Geschichte hinein. 

Es gibt schließlich eine Grund, warum die Mythologie auf ein so hohes Alter zurückblicken darf.

Story Bias: Geschichten verdrehen und vereinfachen die Wirklichkeit. Sie lassen schlicht auch das weg, was nicht so recht ins Bild passen mag.

Deswegen klappt es auch so gut mit Marketing und den Medien.

Happy Feiertag.

Love

Coco